Saugroboter für mehrere Etagen
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Technisch ist das gelöst, praktisch selten. Die Karte ist das kleinere Problem, der Alltag das größere.
Was die Technik kann
Geräte mit LiDAR-Navigation legen pro Etage eine eigene Karte an und ordnen sich beim Start selbst zu. Du setzt das Gerät ab, es dreht sich einmal, erkennt die Umgebung und fährt die passende Karte. Räume, Sperrzonen und Reinigungspläne bleiben pro Etage erhalten.
Wie viele Karten gespeichert werden, steht bei den meisten Geräten in den Produktangaben. Üblich sind mehrere, was für Wohnhäuser reicht.
Was dagegen nicht funktioniert: ein Gerät, das sich rein über Gyroskop orientiert, kennt keine gespeicherte Karte und fährt in jeder Etage ein neues Muster. Das ist nicht falsch, aber es gibt dort keine Raumauswahl und keine dauerhaften Sperrzonen.
Das eigentliche Problem ist das Tragen
In der Praxis scheitert der Mehretagenbetrieb fast nie an der Software. Er scheitert daran, dass niemand das Gerät hochträgt.
Ein Roboter mit Absaugstation läuft von selbst, solange er in seiner Etage bleibt. Sobald er umgesetzt werden muss, ist es wieder eine Aufgabe auf der Liste. Genau dieser Punkt ist der Grund, warum die obere Etage nach einigen Wochen oft wieder von Hand gesaugt wird.
Drei Wege, damit umzugehen:
Zwei Geräte. Jedes mit eigener Station, jedes in seiner Etage. Das ist die Lösung, die im Alltag am zuverlässigsten funktioniert.
Ein Gerät, eine Station, bewusste Aufgabenteilung. Die Hauptetage läuft automatisch, die zweite Etage wird bewusst alle paar Wochen gemacht, und das Gerät wird dafür hochgetragen.
Zweite Station für dasselbe Gerät. Nicht jeder Hersteller bietet Stationen einzeln an, und nicht jede Station lässt sich frei koppeln. Das ist vor dem Kauf zu prüfen, nicht danach.
Worauf du beim Gerät achtest, wenn es getragen wird
Gewicht und Griff. Geräte unterscheiden sich hier deutlich. Wer ein Gerät regelmäßig über eine Treppe trägt, merkt den Unterschied. Eine Griffmulde ist kein Marketingdetail.
Gefüllte Behälter. Ein Gerät mit vollem Wassertank und vollem Staubbehälter wiegt spürbar mehr und kann tropfen. Vor dem Tragen leeren.
Keine Station heißt kein Rückweg. Ohne Dock in der Zieletage bleibt das Gerät stehen, wo der Akku endet. Für einen gelegentlichen Durchgang ist das verkraftbar, als Dauerlösung nicht.
Treppen bleiben Handarbeit
Kein Saugroboter fährt Treppen. Die Stufen selbst, der Treppenabsatz und die Kanten bleiben Aufgabe von Hand oder für einen Akkusauger. Wer ein Haus mit viel Treppenfläche hat, sollte das in die Erwartung einrechnen, bevor er sich über das Ergebnis ärgert.
Der Absturzsensor sorgt lediglich dafür, dass das Gerät nicht hinunterfährt. Eine offene Galerie oder eine Treppe ohne Setzstufen ist trotzdem ein Fall für eine zusätzliche No-Go-Zone.
Wie viel Fläche pro Ladung geht
Bei mehreren Etagen summiert sich die Fläche, aber das Gerät reinigt sie nie am Stück. Maßgeblich ist immer die größte einzelne Etage. Ob eine Ladung dafür reicht:
Rechner: Reicht eine Akkuladung für deine Wohnung?
- Geschätzte Reinigungsdauer
- Nötige Akkulaufzeit mit Reserve
Die Flächenleistung ist eine Rechenannahme, keine Messung. Hersteller geben sie nicht einheitlich an, deshalb kannst du sie oben umstellen. Teppich, Eco- und Turbomodus und das Nachladen zwischendurch verschieben das Ergebnis.
Saugroboter vergleichen →Wenn es knapp wird, zählt die Wiederaufnahme nach dem Zwischenladen. Mehr dazu unter große Wohnfläche.
Häufige Fragen
Können Saugroboter mehrere Etagen speichern?
Die meisten Geräte mit Laserscanner können mehrere Karten anlegen und beim Start erkennen, in welcher Etage sie stehen. Einfache Modelle mit Zufallsfahrt oder reiner Gyroskopnavigation können das nicht und kartieren jedes Mal neu.
Funktioniert die Station in jeder Etage?
Nur, wenn dort eine steht. Ohne Station fährt das Gerät nach dem Reinigen nicht zurück und bleibt mit leerem Akku stehen. Wer regelmäßig in zwei Etagen reinigen lässt, braucht entweder eine zweite Station oder nimmt das Umsetzen in Kauf.
Kann der Roboter Treppen hinunterfallen?
Dafür gibt es Absturzsensoren an der Unterseite. Sie funktionieren zuverlässig, solange sie sauber sind. Auf sehr dunklen Böden und bei verstaubten Sensoren kommt es vereinzelt zu Fehlern, deshalb gehört das Abwischen zur Wartung.
Lohnen sich zwei günstige Geräte statt eines guten?
Oft ja, wenn beide Etagen regelmäßig dran sind. Zwei Geräte sparen das Tragen, jedes hat seine eigene Station und seine eigene Karte. Gegen zwei Geräte spricht der doppelte Wartungsaufwand.