Absturzsensor
Kurz erklärt: Infrarotsensoren an der Unterseite, die eine Stufe erkennen und das Gerät vor der Kante stoppen lassen.
An der Unterseite jedes Saugroboters sitzen mehrere kleine Infrarotsensoren. Sie senden Licht nach unten und messen, wie schnell es zurückkommt. Bleibt die Antwort aus, weil dort kein Boden ist, stoppt das Gerät und dreht ab. Das funktioniert zuverlässig und gehört zur Grundausstattung, auch bei einfachen Modellen.
Warum sie trotzdem versagen können
Staub auf der Linse. Der häufigste Fall. Ein verstaubter Sensor meldet dauerhaft eine Stufe, und das Gerät bleibt mitten im Raum stehen oder weigert sich zu starten. Ein trockenes Tuch über die Unterseite löst das.
Sehr dunkle Böden. Tiefschwarze Teppiche oder matte dunkle Fliesen reflektieren wenig Infrarotlicht. Manche Geräte interpretieren das als Abgrund. Umgekehrt ist der gefährlichere Fall selten, aber möglich: ein glänzender Boden kurz vor einer Stufe.
Offene Stufenkonstruktionen. Treppen ohne Setzstufen und Galerien mit offenem Rand sind schwieriger als eine normale Treppe, weil die Kante nicht eindeutig ist.
Wann eine Sperrzone dazugehört
Der Sensor ist eine Sicherung, kein Ersatz für Planung. Bei einem offenen Treppenabsatz, einer Empore oder einer Stufe mit flachem Übergang ist eine zusätzliche No-Go-Zone die ruhigere Lösung. Sie setzt voraus, dass das Gerät eine Karte führt.
Geräte ohne Karte lassen sich stattdessen mit einer physischen Barriere oder, bei älteren Modellen, mit einem magnetischen Begrenzungsstreifen aussperren.
Zur Wartung
Die Absturzsensoren sind das Bauteil, das bei der Wartung am häufigsten vergessen wird. Sie gehören bei jeder Runde mit abgewischt, zusammen mit den Kontakten und den Rädern.
Vergleiche dazu: Saugroboter mit Absaugstation · Saugroboter ohne Kamera