Saugroboter für Parkett und Laminat
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Holzböden verzeihen wenig. Die Frage ist selten, ob ein Roboter sauber macht, sondern ob er den Boden dabei in Ruhe lässt.
Das Risiko ist das Wasser, nicht der Roboter
Ein Saugroboter ist auf Hartboden in seinem einfachsten Einsatzfall. Keine Kante, kein Flor, kein Widerstand. Kritisch wird es erst mit dem Wischen.
Holz arbeitet mit Feuchtigkeit. Laminat hat Fugen, in denen das Trägermaterial aufquellen kann, wenn Wasser stehen bleibt. Geöltes Parkett nimmt Wasser direkt auf. Versiegeltes Parkett ist deutlich robuster, aber auch dort sammelt sich Feuchtigkeit an Dielenstößen.
Die Konsequenz ist einfach: Auf diesen Böden zählt nicht, wie viel Wasser ein Gerät aufbringen kann, sondern wie wenig es aufbringen kann und wie gleichmäßig.
Worauf es beim Wischsystem ankommt
Regelbare Wassermenge. Fast jedes Kombigerät hat mehrere Stufen. Entscheidend ist, dass die niedrigste Stufe wirklich niedrig ist. Ein Wassertank mit geregelter Dosierung ist einem rein passiven System vorzuziehen, bei dem das Tuch dauerhaft durchfeuchtet wird.
Ein Pad, das nicht nachtropft. Passive Systeme geben Wasser auch im Stand ab. Wenn der Roboter mitten im Raum anhält, steht dort eine Pfütze. Geräte, die das Pad in der Station ablegen oder den Wasserfluss stoppen, sind auf Holz die sicherere Wahl.
Gleichmäßiger Andruck. Rotierende Mopps und die Mopprolle verteilen Druck anders als ein starres Pad. Für Holz ist weniger Reibung bei gleichmäßigem Kontakt besser als punktueller Druck.
Welche Bauarten es gibt und was sie unterscheidet, steht im Vergleich der Wischsysteme.
Wenn du dich gegen das Wischen entscheidest
Das ist eine vollkommen legitime Entscheidung. Viele Holzböden werden am längsten alt, wenn sie nur trocken gereinigt und selten feucht nachgewischt werden, dann aber von Hand.
In dem Fall ist ein reines Gerät die bessere Wahl: weniger Technik, weniger Wartung, kein Wassertank, der gepflegt werden muss. Die Gruppe Saugroboter ohne Wischfunktion ist genau dafür da.
Die Dinge, die auf Holzboden sonst noch auffallen
Staub an der Kante. Auf Hartboden sieht man Randstreifen sofort, weil nichts den Staub kaschiert. Hier macht die Seitenbürste den Unterschied, und bei Geräten mit ausfahrbarem Arm fällt es deutlich weniger auf.
Fahrgeräusch. Harte Böden geben Schall zurück. Dasselbe Gerät wirkt auf Parkett lauter als auf Teppich, besonders in Räumen mit wenig Textil.
Sand als eigentlicher Gegner. Nicht der Roboter zerkratzt den Boden, sondern das, was er mitschleift. Im Flur und am Hauseingang hilft eine Fußmatte mehr als jede Geräteeigenschaft.
Wenn Teppich und Holz gemischt sind
Dann wird aus der einfachen Situation die schwierigste. Das Gerät braucht eine funktionierende Teppicherkennung, damit das nasse Pad nicht auf den Teppich gerät, und es muss die Teppichkante überwinden. Was dabei zählt, steht unter Hochflorteppich.
Häufige Fragen
Darf ein Wischroboter auf geöltes Parkett?
Nur sehr sparsam befeuchtet und nur, wenn die Oberfläche intakt ist. Geöltes Holz nimmt Wasser auf. Versiegeltes Parkett und Laminat sind unkritischer, solange nichts in die Fugen läuft. Im Zweifel gilt die Pflegeempfehlung des Bodenherstellers, nicht die des Geräteherstellers.
Warum bleiben nach dem Wischen Streifen zurück?
Meist liegt es an einem zu nassen oder bereits verschmutzten Pad, an Reinigungsmittel im Wasser oder daran, dass der Roboter mehrfach über dieselbe feuchte Stelle fährt. Weniger Wasser und ein frisches Tuch lösen das in den meisten Fällen.
Können die Räder Kratzer machen?
Die Räder selbst sind weich. Kratzer entstehen fast immer durch Sand oder Streusalz, das sich festsetzt und mitgeschleift wird. Deshalb lohnt es sich auf Holzboden besonders, Räder und Bürstenachsen gelegentlich abzuwischen.
Sauge ich besser erst und wische dann?
Gute Kombigeräte machen beides in einem Durchgang. Bei stark beanspruchtem Holzboden ist getrennt trotzdem sauberer, weil loser Sand dann nicht im feuchten Pad landet und mitgeschoben wird.